Freunde des guten smokes,
In meiner Community ist mir aufgefallen, dass viele offen über ihre Erfahrungen mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) sprechen oder zumindest den Verdacht äußern, daran zu leiden. Dabei fällt auf, dass ebenso eine bemerkenswerte Anzahl von Menschen Cannabis konsumiert. Diese Beobachtungen werfen interessante Fragen auf: Welche Zusammenhänge bestehen zwischen ADHS und dem Konsum von Cannabis in unserem Umfeld?
Psychologische Studien belegen, dass viele Menschen mit ADHS häufig nach Möglichkeiten suchen, ihre Symptome zu lindern, und oft Cannabis als eine Form der Selbstmedikation in Betracht ziehen. Laut einer Untersuchung von Wilens et al. (2011) haben Erwachsene mit ADHS ein erhöhtes Risiko für Substanzkonsum, wobei Cannabis besonders häufig genannt wird. Es gibt Hinweise darauf, dass Cannabis bei manchen Personen kurzfristig dabei helfen kann, Symptome wie Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten zu mildern.
Im Leben gibt es Momente, in denen wir uns fragen, ob etwas mit uns nicht stimmt. Vielleicht hast du das Gefühl, dass du ständig abgelenkt bist, Schwierigkeiten hast, dich zu organisieren, oder impulsiv reagierst, ohne viel nachzudenken. Vielleicht hast du auch schon von den Symptomen der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört und fragst dich: „Habe ich ADHS?“
Was sind die Symptome von ADHS?
ADHS äußert sich oft in drei Hauptbereichen: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Du könntest dich wiederfinden in Situationen, in denen du:
- Schwierigkeiten hast, dich auf Aufgaben oder Gespräche zu konzentrieren.
- Oft vergisst, Termine oder wichtige Dinge zu erledigen.
- Ständig das Bedürfnis verspürst, in Bewegung zu sein oder dich zu zappeln.
- Impulsiv handelst, oft ohne die Konsequenzen deines Verhaltens zu bedenken.
Diese Symptome können sich bis ins Erwachsenenleben hineinziehen und sowohl im Berufsleben als auch in zwischenmenschlichen Beziehungen großen Einfluss haben.
Der emotionale Kampf
Es kann frustrierend und erdrückend sein, an einem Punkt zu stehen, an dem man nicht genau weiß, warum man sich so fühlt oder warum bestimmte Dinge einem schwerfallen, während andere sie scheinbar mühelos bewältigen. Oft führt dies zu einem verminderten Selbstwertgefühl – das Gefühl, nicht gut genug zu sein oder von anderen nicht verstanden zu werden.
Wenn du diese Gedanken kennst, weißt du, dass du nicht allein bist. Viele Menschen stehen an diesem Punkt und fragen sich, ob sie ADHS haben oder ob ihre Herausforderungen nur Teil ihrer Persönlichkeit sind.
Der Weg zur Diagnose
Der erste Schritt, um herauszufinden, ob du ADHS haben könntest, ist nicht die Selbstdiagnose, sondern das Suchen von fachkundiger Unterstützung. Ein Psychologe oder Psychiater kann eine detaillierte Beurteilung vornehmen, oft durch Interviews und standardisierte Tests. Es ist wichtig, dies ernst zu nehmen, denn die Diagnose kann Antworten auf viele Fragen geben und den Weg zu gezielten Behandlungsmöglichkeiten ebnen. Verantwortung für sich übernehmen ist Selbstliebe.
Die Rolle von Cannabis
In den letzten Jahren gibt es zunehmende Diskussionen über die Verwendung von Cannabis in der Behandlung von ADHS. Einige Studien zeigen, dass bestimmte Cannabinoide Symptome wie Unruhe und Impulsivität lindern können. Der Hauptbestandteil von Cannabis, THC, hat psychoaktive Eigenschaften, während CBD, ein weiteres Cannabinoid, viele positive Eigenschaften ohne den „High“-Effekt hat. Die Forschung zeigt, dass CBD bei vielen neurologischen Erkrankungen hilft, indem es das endocannabinoide System im Gehirn moduliert.
Ich selber würde behaupten das ich in den Zwanzigern Selbstmedikation betrieben habe, ich wusste nicht das ich an ADHS leide oder was das genau ist, aber ich wusste es hilft mir gegen meine Rastlosigkeit, mein FOMO an Spaß und dieses angespannte, unzufriedene Gefühl, was ich täglich in mir getragen habe.
Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass Cannabis nicht für jeden die richtige Lösung ist. Während einige Betroffene Patienten von der Verwendung bestimmter Cannabisprodukte berichten, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Symptome helfen, gibt es auch Studien, die auf negative Effekte hinweisen. Vor der Anwendung ist es ratsam, sich mit einem Arzt auszutauschen und alle Vor- und Nachteile zu besprechen.
Schlussfolgerung
Wenn du dich in vielen dieser Merkmale wiedererkennst und das Gefühl hast, dass du mehr darüber erfahren möchtest, scheue dich bitte nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Reise zu einem besseren Verständnis deiner selbst kann herausfordernd, aber auch hilfreich für dein Leben sein. Mir selber hat es geholfen, zu verstehen wie ich denke, fühle und handle und konnte dadurch meine Skills, die man mit ADHS in sich trägt fördern.
ADHS ist nur ein Teil der vielschichtigen Identität eines Menschen. Du bist mehr als deine Symptome, und es gibt Hoffnung auf Veränderung. Durch den Austausch mit Fachleuten und anderen Betroffenen, sowie das Erforschen von Lebensstiländerungen und Behandlungsmethoden, kannst du neue Wege finden, um dein Leben zu gestalten. Ich selber habe in den letzten 10 Jahren versucht jede Therapieform, sowie Coaching anzunehmen, um mich besser kennenzulernen. Es ist sehr hilfreich zu wissen was man mag, wo die grenzen liegen, welche stärken und schwächen man hat.
Du bist nicht allein, und es gibt viele Ressourcen und Menschen, die bereit sind, dir auf dieser Reise zu helfen.
Es wird nicht einfach sein, aber es wird sich lohnen.
Wissenschftliche Quelle zu ADHS und Substanzkonsum




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